Die Sorge ist verbreitet: Irgendwann ist der Akku hin, und dann kostet der neue so viel wie das halbe Auto. Hier stehen die echten Zahlen, mit Quellen. Und warum ein Tausch viel seltener nötig ist, als man denkt.
Die ehrliche Antwort: zwischen gut 6.000 und fast 30.000 Euro. Es hängt fast nur an der Größe.
Ein Akku wird in Kilowattstunden gemessen, und im Großen und Ganzen kostet jede Kilowattstunde Geld. Ein kleiner Stadtwagen mit wenig Reichweite hat einen kleinen Akku, ein großes SUV einen sehr großen. Entsprechend weit liegen die Preise auseinander.
Nach Herstellerpreisen, die t-online zusammengetragen hat, lag ein neuer Akku für einen kleinen Stadtwagen bei rund 6.500 Euro, für ein großes Oberklasse-SUV bei rund 28.500 Euro. Diese Preise stammen allerdings aus dem Jahr 2021. Das Automagazin carwow schrieb im April 2025, ein kompletter Akku könne gut und gerne 20.000 Euro kosten. Dazu kommt jeweils die Arbeitszeit für den Ein- und Ausbau.
Ich gebe diese Zahlen bewusst mit Quelle und Jahr an. Akkupreise bewegen sich, und wer Ihnen eine einzige Zahl nennt, ohne zu sagen, woher sie stammt, rät.
Die gute Nachricht kommt gleich hinterher. Ein moderner Akku besteht aus vielen Modulen. Geht etwas kaputt, betrifft es meistens eines oder zwei davon, nicht den ganzen Akku. Und dann wird in der Regel nur das defekte Modul getauscht.
| Was | Kosten | Quelle, Stand |
|---|---|---|
| Einzelnes Akkumodul, gängige Modelle | etwa 1.450–1.800 € plus Arbeitszeit | carwow, 04/2025 |
| Arbeitszeit Modultausch | je nach Modell etwa 2,5 bis 12 Stunden | carwow, 04/2025 |
| Kompletter Akku, typisch | gut 20.000 € | carwow, 04/2025 |
| Kompletter Akku, kleiner Stadtwagen | rund 6.500 € | Herstellerpreis, t-online, Stand 2021 |
| Kompletter Akku, großes Oberklasse-SUV | rund 28.500 € | Herstellerpreis, t-online, Stand 2021 |
Richtwerte ohne Gewähr. Der tatsächliche Preis hängt vom Modell, von der Werkstatt und vom Schaden ab. Einen verbindlichen Preis nennt Ihnen nur die Fachwerkstatt.
Wenn ein Akku schwächelt, liegt es oft an einzelnen Modulen, die schneller altern als der Rest. Das schwächste Modul bestimmt dann, was der ganze Akku noch leisten kann. Wird es getauscht, ist der Akku wieder weitgehend auf dem Stand der übrigen Module.
Ob das bei Ihrem Auto möglich ist, hängt vom Aufbau ab. Bei manchen Modellen sind die Module einzeln zugänglich, bei anderen ist der Akku so gebaut, dass eine Reparatur kaum wirtschaftlich ist. Das kann Ihnen nur eine Werkstatt sagen, die für das Modell autorisiert ist.
Aus meiner Sicht ist hier die Reihenfolge wichtig. Erst messen, dann entscheiden. Das Zellbild im Zertifikat zeigt, ob ein einzelnes Modul auffällt oder ob der ganze Akku gleichmäßig gealtert ist. Das sind zwei völlig verschiedene Ausgangslagen, und die eine ist deutlich billiger als die andere.
Es gibt inzwischen einen Markt für gebrauchte Akkus und aufbereitete Module. Das kann eine günstige Lösung sein, gerade bei älteren Autos. Zwei Dinge sollten Sie aber wissen: Die Herkunft ist nicht immer klar. Und wer Teile einbaut, die nicht vom Hersteller stammen oder freigegeben sind, verliert eine eventuell laufende Batterie-Garantie von Aviloo.
Die meisten Hersteller geben auf die Antriebsbatterie acht Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie, meist auf eine Restkapazität von 70 Prozent. Rutscht Ihr Akku in dieser Zeit darunter, ist das Sache des Herstellers. Schauen Sie in Ihre Unterlagen, die Bedingungen unterscheiden sich im Detail.
70 Prozent ist allerdings eine niedrige Schwelle. Ein Akku mit 78 Prozent fühlt sich im Alltag schon spürbar schwächer an, ist aber kein Garantiefall. Genau deshalb lohnt eine Messung vor Ablauf der Herstellergarantie: Dann wissen Sie, wo Sie stehen, solange noch jemand anders zahlen müsste.
Die Kaskoversicherung zahlt bei einem Unfall, einem Brand oder je nach Vertrag bei einem Marderschaden auch für den Akku. Für Alterung zahlt keine Versicherung. Ein Akku, der mit den Jahren schwächer wird, ist kein Schaden im Sinne der Kasko.
Für reine Elektroautos im eigenen Eigentum gibt es noch einen dritten Baustein. Wer bei mir ein Zertifikat erstellen lässt, bekommt bei berechtigten Fahrzeugen eine Garantie von Aviloo: Fällt der Akku binnen zwölf Monaten oder 20.000 Kilometern unter den Grenzwert, zahlt Aviloo derzeit 3.000 Euro. Das ersetzt keinen Akku. Aber es federt einen Teil ab, genau in der Phase nach einem Gebrauchtkauf, in der die Unsicherheit am größten ist. Die Einzelheiten stehen auf der Seite E-Auto-Akku prüfen.
Außerhalb aller Garantien zahlen Sie selbst. Umso wichtiger ist, dass ein Tausch gar nicht erst nötig wird. Und dass Sie beim Gebrauchtkauf wissen, worauf Sie sich einlassen.
Länger, als die meisten befürchten. Zwei große Auswertungen aus diesem Jahr zeigen das ziemlich deutlich.
Das britische Unternehmen Generational hat im Februar 2026 mehr als 8.000 Akkus von 36 Herstellern ausgewertet, von neu bis zwölf Jahre alt. Der durchschnittliche Gesundheitszustand lag bei 95,15 Prozent. Vier bis fünf Jahre alte Autos kamen im Schnitt auf 93,5 Prozent, acht bis neun Jahre alte auf rund 85 Prozent.
Besonders interessant finde ich eine Zahl: Autos mit mehr als 160.000 Kilometern lagen häufig noch zwischen 88 und 95 Prozent. Viel fahren heißt also nicht automatisch schnell altern.
Der Telematikanbieter Geotab hat im Januar 2026 Daten von mehr als 22.700 Elektroautos veröffentlicht. Im Schnitt verloren die Akkus 2,3 Prozent Kapazität pro Jahr. Ein Jahr vorher waren es noch 1,8 Prozent. Geotab erklärt den Anstieg vor allem mit mehr Schnellladen.
Die Geotab-Zahlen zeigen einen deutlichen Unterschied je nach Ladeverhalten. Autos, die viel an Schnellladern mit über 100 Kilowatt hängen, verloren bis zu 3,0 Prozent im Jahr. Autos, die überwiegend an der Wallbox oder mit geringerer Leistung laden, nur etwa 1,5 Prozent. Hitze und sehr intensive Nutzung beschleunigen die Alterung noch etwas.
Rechnen wir das einmal durch. Bei 1,5 Prozent im Jahr hat ein Akku nach zehn Jahren noch gut 85 Prozent. Bei 3 Prozent wären es rund 70. Beides sind Durchschnittswerte, das einzelne Auto kann besser oder schlechter liegen. Aber es zeigt, wie groß der Hebel ist.
| Alter des Autos | durchschnittlicher SoH |
|---|---|
| alle ausgewerteten Autos (0–12 Jahre) | 95,15 % |
| 4–5 Jahre | 93,53 % |
| 8–9 Jahre | rund 85 % |
| 8–12 Jahre, schwächstes Viertel | etwa 82 % |
| 8–12 Jahre, bestes Viertel | rund 90 % |
| über 160.000 km | häufig 88–95 % |
Generational, Auswertung von über 8.000 Akkus aus dem Vereinigten Königreich, veröffentlicht 27.02.2026. Was für Ihr Modell normal ist, zeigt der Vergleichswert im Zertifikat.
Die Größe eines Akkus wird in Kilowattstunden angegeben, kurz kWh. Grob kann man sich merken: Kleine Stadtautos haben oft zwischen 30 und 45 kWh, die Kompaktklasse liegt häufig bei 50 bis 65 kWh, große Limousinen und SUVs bei 75 bis über 100 kWh. Plug-in-Hybride haben deutlich kleinere Akkus, meist irgendwo zwischen 10 und 25 kWh.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto. Hersteller nennen oft die Bruttokapazität. Nutzbar ist davon aber nur ein Teil, weil ein Puffer oben und unten den Akku schont. Im Zertifikat steht die nutzbare Kapazität, und die ist die ehrlichere Zahl.
Warum das für Sie zählt: Ein Prozentpunkt SoH ist bei einem großen Akku mehr Kilometer wert als bei einem kleinen. 10 Prozent weniger bei 40 kWh sind 4 kWh, bei 80 kWh schon 8. Wer ein Auto mit kleinem Akku täglich knapp ausreizt, spürt jeden Prozentpunkt.
Ja. Es kommt nur darauf an, wie lange er danach so stehen bleibt.
Die klassische Empfehlung lautet: im Alltag nur bis 80 Prozent laden, 100 nur vor langen Fahrten. Viele Autos lassen sich dafür begrenzen. Das ist nicht falsch, und wenn Ihr Hersteller es so empfiehlt, halten Sie sich daran.
Die Geotab-Auswertung vom Januar 2026 zeichnet allerdings ein entspannteres Bild. Autos, die regelmäßig einen größeren Ladebereich nutzen, alterten dort nicht messbar schneller. Wer morgens mit 100 Prozent losfährt, tut seinem Akku also nicht gleich weh.
Worauf es wirklich ankommt, ist das lange Stehen. Ein Akku, der wochenlang randvoll oder fast leer herumsteht, altert schneller. Aviloo hat daraus sogar eine Garantiebedingung gemacht: Wer sein Auto länger als 30 Tage am Stück mit über 95 oder unter 5 Prozent stehen lässt, verliert den Anspruch.
Manche Elektroautos haben Akkus mit Lithium-Eisenphosphat, kurz LFP. Bei diesen empfehlen viele Hersteller ausdrücklich, regelmäßig auf 100 Prozent zu laden. Der Grund ist die Anzeige, die sich sonst verschätzt. Welche Zellchemie Ihr Auto hat, steht in der Betriebsanleitung.
Laden Sie so, wie es Ihr Alltag braucht und der Hersteller empfiehlt. Vor dem Urlaub nicht voll laden und dann drei Wochen stehen lassen, lieber halb voll abstellen. Und wenn Sie fast nur am Schnelllader laden, lassen Sie ab und zu messen, wie der Akku das wegsteckt.
Jeden Herbst rufen Leute bei Werkstätten an, weil ihr Elektroauto auf einmal deutlich weniger weit kommt. In den meisten Fällen ist nichts kaputt. Es ist kalt.
Bei niedrigen Temperaturen laufen die chemischen Vorgänge im Akku träger ab, und ein Teil der Energie geht für Heizung und das Wärmen der Batterie drauf. Die Reichweite sinkt spürbar, und im Frühjahr kommt sie wieder. Das ist kein Verschleiß.
Genau so sieht das übrigens auch Aviloo: Vorübergehende Einbußen durch Kälte sind in den Garantiebedingungen ausdrücklich ausgenommen. Abgesichert ist nur der dauerhafte Kapazitätsverlust, und nur der zeigt sich in der Messung.
Wenn Sie unsicher sind, ob es der Winter ist oder der Akku, gibt es zwei Wege. Warten Sie bis zum Frühjahr und vergleichen Sie dann. Oder lassen Sie messen, dann wissen Sie es sofort. Die Messung funktioniert auch im Winter, solange es draußen wärmer als minus zehn Grad ist.
Die Frage höre ich oft, und meine Antwort ist meistens: Ja, wahrscheinlich schon. Man muss nur ehrlich rechnen.
Ein Akku mit 80 Prozent hat ein Fünftel weniger Reichweite als neu. Das klingt nach viel. Wenn Ihr Alltag aber aus Pendeln, Einkaufen und Kinder fahren besteht, reicht das in vielen Fällen immer noch locker. Entscheidend ist nicht, was der Akku mal konnte, sondern ob er für Ihre Strecken reicht.
Ein neuer Akku für ein älteres Auto ist dagegen selten wirtschaftlich. Wenn der Tausch mehr kostet, als das Auto danach wert ist, würde ich davon abraten. Anders sieht es aus, wenn nur ein einzelnes Modul schwach ist. Das lässt sich oft für einen Bruchteil reparieren, und das Auto fährt danach noch Jahre.
Was ich nicht machen würde: aus einem Bauchgefühl heraus verkaufen, weil man Angst vor dem Akku hat. Erst messen. Oft ist der Wert besser, als man denkt, und dann hat man ein Auto, das bezahlt ist und noch lange fährt.
Einige ältere Elektroautos wurden mit einer Mietbatterie verkauft. Das Auto gehört dem Käufer, der Akku nicht, dafür wird jeden Monat eine Miete fällig. Wer so ein Auto gebraucht kauft, übernimmt in der Regel den Mietvertrag.
Das hat Vor- und Nachteile. Die Miete kostet laufend Geld, dafür liegt das Risiko eines schwachen Akkus beim Vermieter. Wichtig ist nur, dass Sie vor dem Kauf wissen, welche Variante vorliegt. Fragen Sie nach dem Mietvertrag, und lassen Sie sich die monatliche Rate schriftlich geben.
Ob für so ein Auto die Batterie-Garantie von Aviloo gilt, klären Sie bitte vorher mit mir. Die Bedingungen knüpfen am Eigentum an, und bei einer Mietbatterie ist das nicht eindeutig.
Die meisten Sorgen um den Akku haben eine einfache Ursache: Man weiß nicht, wie es ihm geht. Die Reichweite im Winter ist gesunken, das Laden dauert länger, und schon steht die Frage nach einem neuen Akku im Raum.
Dabei steckt hinter weniger Reichweite oft schlicht die Kälte, ein anderer Fahrstil oder eine neue Strecke. Das ist nicht der Akku, das ist Physik. Eine Messung trennt das eine vom anderen.
Ich komme zu Ihnen, messe in etwa drei Minuten und sage Ihnen, wie ich das Ergebnis einschätze. Ist alles normal, haben Sie Ruhe. Fällt ein einzelnes Modul auf, wissen Sie, womit Sie zur Werkstatt gehen. Und ist der Akku wirklich schwach, wissen Sie das, bevor die Herstellergarantie abläuft. Mehr zum Ablauf steht auf der Seite E-Auto-Akku prüfen. Wie Sie ein Zertifikat prüfen, das Ihnen ein Verkäufer vorlegt, lesen Sie unter Batteriezertifikat.
Festpreis mit Zertifikat, bis zehn Kilometer inklusive Anfahrt.
129 €
Messung vor Ort, Zertifikat als PDF, Besprechung. Bei berechtigten Elektroautos mit Batterie-Garantie.
330 €
Wenn es um den Wert des ganzen Autos geht, gehört die Akkubeurteilung zur Bewertung.
Alle Preise sind Endpreise inklusive 19 % Umsatzsteuer. Weiter weg, gerechnet als Fahrstrecke ab meinem Standort in Salzgitter-Bad: +30 € bis 20 km, +60 € bis 30 km, +100 € bis 50 km. Reparaturen und Akkutausch übernehme ich nicht, die gehören in eine Fachwerkstatt.
Je nach Größe grob zwischen 6.500 und 28.500 Euro nach Herstellerpreisen, typisch sind laut carwow (04/2025) gut 20.000 Euro. Dazu kommt die Arbeitszeit.
Nein. Oft ist nur ein Modul betroffen, das einzeln getauscht wird. Ein Modul kostet bei gängigen Modellen etwa 1.450 bis 1.800 Euro plus Arbeitszeit.
Nach aktuellen Auswertungen verlieren Akkus im Schnitt etwa 1,5 bis 3 Prozent Kapazität pro Jahr, je nach Ladeverhalten. Acht bis neun Jahre alte Autos lagen in einer Studie mit 8.000 Akkus noch bei rund 85 Prozent.
Bei Unfall, Brand oder je nach Vertrag Marderbiss ja, über die Kasko. Für normale Alterung zahlt keine Versicherung.
Meist acht Jahre oder 160.000 Kilometer, wenn die Kapazität unter etwa 70 Prozent fällt. Die genauen Bedingungen stehen in Ihren Fahrzeugunterlagen.
Es beschleunigt die Alterung. Laut Geotab verlieren Autos, die viel mit über 100 Kilowatt laden, bis zu 3 Prozent im Jahr, an der Wallbox geladene etwa 1,5 Prozent. Gelegentliches Schnellladen auf Reisen ist kein Problem.
Ja. Bei einem Auto, dessen teuerstes Teil der Akku ist, sind 129 Euro für eine Messung gut angelegt. Bei reinen Elektroautos kann zusätzlich eine Batterie-Garantie dazukommen.
Spürbar, aber vorübergehend. Wie viel genau, hängt vom Modell, von der Heizung und von der Strecke ab. Im Frühjahr kommt die Reichweite zurück. Dauerhaft ist nur der Verlust, den eine Messung zeigt.
Ein kompletter Tausch selten, wenn er mehr kostet, als das Auto danach wert ist. Ist nur ein Modul schwach, sieht die Rechnung ganz anders aus. Deshalb zuerst messen.
Nein. Ich messe, beurteile und erkläre. Reparatur und Tausch gehören in eine Werkstatt, die für Ihr Modell autorisiert ist.
Bevor Sie einen Tausch in Erwägung ziehen, sollten Sie wissen, wie es dem Akku wirklich geht. Messung vor Ort in etwa drei Minuten. Telefonisch erreichbar täglich 08:00–20:00 Uhr.
Telefonisch erreichbar täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr. Am schnellsten geht es mit Fotos per WhatsApp oder einem kurzen Anruf.
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