Wer ein gebrauchtes Elektroauto kauft oder verkauft, landet früher oder später bei diesem Wort. Ein Batteriezertifikat hält fest, wie es dem Akku geht, gemessen und nicht geschätzt. Ich erstelle es bei Ihnen vor Ort, für 129 Euro.
Ein Dokument über den Zustand der Antriebsbatterie. Mit Datum, Kilometerstand und Fahrzeug-Identnummer.
Beim Verbrenner schaut man auf den Kilometerstand und ins Scheckheft. Beim Elektroauto reicht das nicht. Der Akku ist das teuerste Einzelteil am ganzen Auto, und von außen sieht man ihm nichts an.
Genau diese Lücke schließt das Zertifikat. Darin steht, wie viel Kapazität noch da ist, wie gleichmäßig die Zellen altern und wie das Auto im Vergleich mit baugleichen Fahrzeugen dasteht. Dazu kommen Messdatum, Kilometerstand und die Fahrzeug-Identnummer. So ist klar, um welches Auto es geht.
Der Markt für gebrauchte Elektroautos hat ein Vertrauensproblem. Käufer haben Angst vor dem Akku, weil ein Tausch schnell fünfstellig wird. Verkäufer haben kein Mittel, das Gegenteil zu beweisen. Das drückt die Preise, auch bei Autos, deren Akku völlig in Ordnung ist.
Mit einem Zertifikat wird aus diffuser Angst eine Zahl. Und über eine Zahl kann man reden. Im besten Fall muss man es gar nicht mehr, weil sie gut ist.
Ich messe mit dem Verfahren von Aviloo, einem Hersteller aus Österreich, der sich auf Batteriediagnose spezialisiert hat. Aviloo vergleicht jede Messung mit einer großen Datenbank aus Fahrzeugen desselben Typs. Erst dieser Vergleich macht aus einem ausgelesenen Wert eine Aussage.
Fragen Sie den Verkäufer, ob es ein aktuelles Zertifikat gibt. Wenn nicht, fragen Sie, ob Sie vor dem Kauf messen lassen dürfen. Ein seriöser Verkäufer hat damit kein Problem. Wer ablehnt, hat vielleicht einen Grund dafür.
Bei einem reinen Elektroauto kommt noch etwas dazu: Wird die Messung gemacht, bekommt das Auto unter Umständen eine Batterie-Garantie, und die geht mit dem Eigentum auf Sie über. Mehr dazu weiter unten.
Ein Auto mit Zertifikat lässt sich besser begründen. Sie müssen nicht beteuern, dass der Akku gut ist, Sie legen es auf den Tisch. Das spart Diskussionen über den Preis. Und es spricht sich unter Käufern herum, dass es so etwas gibt.
Firmen mit eigenen Elektroautos wissen oft nicht, wie es um die Akkus im Bestand steht. Vor dem Weiterverkauf oder vor der Entscheidung, ein Auto länger zu fahren, lohnt die Messung. Stehen mehrere Autos am selben Ort, fahre ich einmal hin und messe alle.
Hier gibt es keine Garantie, weil Sie nicht Eigentümer sind. Den Messwert bekommen Sie trotzdem, und der hilft, wenn der Vertrag einen Mindestwert für den Akku nennt. Zusammen mit dem Leasing-Vorabcheck kostet beides 409 Euro.
Zertifikat ist nicht gleich Zertifikat. Es kommt darauf an, wie gemessen wurde und wer gemessen hat.
So arbeite ich. Ein Adapter kommt in den Diagnoseanschluss, die Zündung wird eingeschaltet, das Auto bleibt stehen. Nach etwa drei Minuten sind die Daten ausgelesen und mit der Datenbank abgeglichen. Laden müssen Sie vorher nicht, fahren auch nicht.
Laut Hersteller weicht das Ergebnis in mindestens 95 Prozent der Vergleichsmessungen höchstens drei Prozent vom ausführlichen Test ab. Für Kauf, Verkauf und Leasingrückgabe reicht das in aller Regel völlig. Und nur zu dieser Messung gibt es die Batterie-Garantie.
Hier wird der Akku einmal komplett durchgefahren, von fast voll bis fast leer, ohne zwischendurch zu laden. Währenddessen zeichnet eine Box im Auto alles auf. Die Auswertung dauert danach noch ein bis zwei Werktage.
Das ist genauer, aber aufwendig. Das Auto ist über Stunden gebunden, und irgendwer muss die Strecke fahren. Gedacht ist dieser Test vor allem für Gutachten und Gerichtsverfahren. Wenn es darum geht, kann ich ihn auch durchführen. Sprechen Sie mich an.
Manche Hersteller lassen ihre Händler eigene Batteriechecks ausstellen. Das kann durchaus gut gemacht sein. Man sollte sich aber klarmachen, was da passiert: Der Verkäufer prüft sein eigenes Produkt, und wie genau gemessen wurde, steht oft nirgends.
Für Sie als Käufer heißt das nicht, dass so ein Zertifikat wertlos ist. Es ist nur kein unabhängiger Nachweis. Wenn Ihnen der Wert wichtig ist, lassen Sie gegenmessen.
| Schnellmessung vor Ort | Test mit Entladefahrt | Zertifikat vom Autohaus | |
|---|---|---|---|
| Zeit am Auto | etwa 3 Minuten | eine volle Akkuladung Fahrt, dann 1–2 Werktage Auswertung | unterschiedlich |
| Fahren nötig | nein | ja | unterschiedlich |
| Genauigkeit | höchstens 3 % Abweichung zum ausführlichen Test (in mind. 95 % der Fälle) | Referenzverfahren | nicht offengelegt |
| Unabhängig | ja | ja | nein, der Händler prüft selbst |
| Batterie-Garantie | bei berechtigten Elektroautos | nein | je nach Hersteller |
| Gut für | Kauf, Verkauf, Leasing, Wertgutachten | Gutachten, Gericht | Kauf beim Händler |
Genauigkeit und Garantie nach den Bedingungen der Aviloo Battery Warranty Basic, Stand 06/2026.
Die wichtigste Zahl steht meistens ganz oben: der Gesundheitszustand, kurz SoH. Er sagt, wie viel von der ursprünglichen Kapazität noch übrig ist. Daneben steht die nutzbare Kapazität in Kilowattstunden, also dasselbe in absoluten Zahlen.
Dann kommt der Vergleich mit baugleichen Autos ähnlichen Alters. Den halte ich für fast wichtiger als den SoH selbst. 88 Prozent klingen erst mal mittelmäßig. Wenn vergleichbare Autos im Schnitt bei 85 liegen, sind 88 aber ein gutes Ergebnis.
Das Zellbild zeigt jedes Modul als farbiges Feld. Ich schaue da auf zwei Dinge. Ist das Bild insgesamt gleichmäßig? Und gibt es einzelne Felder, die deutlich aus der Reihe fallen? Ein einzelnes schwaches Modul kann die Leistung des ganzen Akkus begrenzen. Es kann aber auch einzeln getauscht werden, was deutlich günstiger ist als ein neuer Akku.
Nehmen wir ein vier Jahre altes Auto mit 70.000 Kilometern. SoH 92 Prozent, Vergleichswert leicht über dem Schnitt, Zellbild gleichmäßig. Da würde ich sagen: Dieser Akku hat ein normales Leben gehabt, kein Grund für einen Preisabschlag.
Dasselbe Auto mit 84 Prozent und zwei auffälligen Modulen sieht anders aus. Kaufen kann man es trotzdem. Aber dann gehört das in den Preis, und ich würde nachfragen, wie das Auto bisher geladen wurde.
Bei berechtigten Elektroautos steht im Zertifikat außerdem ein Garantie-Grenzwert. Das ist der Wert, unter den der Akku in den nächsten zwölf Monaten nicht fallen soll. Er ist für jedes Auto einzeln berechnet und liegt immer unter dem gemessenen Wert, weil normale Alterung ja weitergeht.
Schreiben Sie mir Modell, Baujahr und wo das Auto steht. Ich prüfe vorab, ob es unterstützt wird. Dann fahre ich nicht umsonst.
Auch abends oder am Wochenende. Ich komme zu Ihnen, zum Verkäufer oder zum Händler. Strom brauche ich nicht.
Etwa drei Minuten, das Auto bleibt stehen. Draußen sollten es mehr als minus zehn Grad sein.
Sie bekommen es als PDF. Ich gehe es mit Ihnen durch und sage Ihnen, wie ich das Ergebnis einschätze.
Bei meiner Marktrecherche im September 2026 lagen die Preise für Batterietests grob zwischen 80 und 200 Euro. Es kommt darauf an, ob jemand zu Ihnen kommt oder Sie hinfahren, und wie ausführlich gemessen wird.
Bei mir kostet das Zertifikat 129 Euro. Darin sind die Messung, das PDF und die Besprechung enthalten, und bis zehn Kilometer auch die Anfahrt. Weiter weg wird es gestaffelt teurer.
Ist das viel? Kommt auf den Vergleich an. Ein einzelnes Akkumodul kostet bei gängigen Modellen etwa 1.450 bis 1.800 Euro, dazu die Arbeitszeit. Ein kompletter Akku kann gut 20.000 Euro kosten. Mehr dazu auf der Seite Was ein neuer Akku kostet. Gemessen daran sind 129 Euro vor dem Kauf eine ziemlich günstige Versicherung gegen einen teuren Irrtum.
Festpreise, bis zehn Kilometer inklusive Anfahrt.
129 €
Messung vor Ort, Zertifikat als PDF, Besprechung. Bei berechtigten Elektroautos mit Batterie-Garantie.
409 €
Zustandsprüfung vor der Rückgabe und Batteriezertifikat in einem Termin, 30 € günstiger als einzeln.
Alle Preise sind Endpreise inklusive 19 % Umsatzsteuer. Weiter weg, gerechnet als Fahrstrecke ab meinem Standort in Salzgitter-Bad: +30 € bis 20 km, +60 € bis 30 km, +100 € bis 50 km. Mehrere Autos am selben Ort: Anfahrt nur einmal. Ausführlicher Test mit Entladefahrt auf Anfrage.
Zur Schnellmessung gehört bei vielen reinen Elektroautos eine Garantie von Aviloo. Fällt der Akku innerhalb von zwölf Monaten oder 20.000 Kilometern unter den Grenzwert im Zertifikat, zahlt Aviloo einen festen Betrag, derzeit 3.000 Euro. Extra kosten tut das nichts.
Aber nicht jedes Auto bekommt sie. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen, Leasingautos auch. Und wenn die Bank bis zur letzten Rate Eigentümerin ist, ebenfalls. Taxis, Mietwagen und Fahrdienste bleiben außen vor. Als Faustregel: Liegt der Fahrzeugbrief bei Ihnen, kommen Sie in Frage.
Garantiegeber ist Aviloo, nicht ich. Die Garantie geht beim Verkauf automatisch auf den neuen Eigentümer über. Wie ein Garantiefall abläuft, welche Fristen gelten und was ausgeschlossen ist, habe ich ausführlich auf der Seite E-Auto-Akku prüfen zusammengeschrieben.
Messen lassen Sie am besten, bevor Sie inserieren. Dann können Sie den Wert gleich in die Anzeige schreiben, und die ersten Anrufer fragen nicht mehr nach dem Akku, sondern nach einem Besichtigungstermin.
In die Anzeige gehört der SoH-Wert mit Messdatum, zum Beispiel „Batteriezertifikat vom 12.10., SoH 93 Prozent“. Wenn Ihr Auto eine Garantie bekommen hat, schreiben Sie auch das dazu, mit der Restlaufzeit. Käufer, die sich auskennen, suchen genau danach.
Das vollständige PDF halten Sie bereit und schicken es auf Nachfrage. Kein Foto vom Bildschirm, keine einzelne Seite. Ein Käufer, der das ganze Dokument sieht, vertraut ihm mehr.
Und falls der Wert nicht so gut ist wie erhofft? Dann wissen Sie wenigstens, woran Sie sind, bevor ein Käufer es herausfindet. Einen ehrlich genannten Wert kann man einpreisen. Ein Akku, der sich nach dem Kauf als schwach herausstellt, endet dagegen gern im Streit.
Das Zertifikat beschreibt den Akku. Ein Wertgutachten beschreibt das ganze Auto: Zustand, Ausstattung, Vorschäden, Marktlage und am Ende einen Wert in Euro. Das braucht man zum Beispiel bei einer Scheidung, einem Erbe, für die Versicherung oder wenn zwei Parteien sich über den Preis nicht einig werden.
Bei einem Elektroauto ist der Akku im Wertgutachten der größte einzelne Posten. Deshalb gehört die Akkubeurteilung bei meinem Wertgutachten für Elektro- und Hybridautos immer dazu. Das Gutachten kostet 330 Euro. Soll das Zertifikat dazu, messe ich im selben Termin mit, ohne zweite Anfahrt. Wer nur wissen will, wie es dem Akku geht, ist mit dem Zertifikat für 129 Euro richtig.
Die Messung funktioniert bei den meisten Plug-in-Hybriden genauso wie beim reinen Elektroauto. Und sie lohnt sich dort oft sogar mehr, als man denkt.
Der Grund: Hybride haben kleine Akkus. Wenn ein Akku, der neu 50 Kilometer elektrisch schafft, zehn Prozent verliert, merkt man das deutlich. Und die elektrische Reichweite ist meistens der Grund, warum jemand überhaupt einen Plug-in-Hybrid kauft.
Eine Einschränkung gibt es: Die Batterie-Garantie gibt es für Hybride nicht, nur für reine Elektroautos. Das Zertifikat bekommen Sie trotzdem. Bei Vollhybriden ohne Ladestecker fragen Sie bitte vorher, ob Ihr Modell erfasst ist.
Ein Zertifikat ist nur so gut wie seine Herkunft. Fünf Dinge, die ich prüfen würde.
Vergleichen Sie die Fahrzeug-Identnummer im Zertifikat mit der im Fahrzeugschein und am Auto. Klingt banal. Ein Zertifikat von einem anderen Auto ist aber schnell vorgelegt.
Schauen Sie aufs Datum. Eine Messung von vor zwei Jahren sagt wenig über heute. Liegt sie nur ein paar Wochen zurück und der Kilometerstand passt, ist das in Ordnung.
Fragen Sie, wer gemessen hat. Ein unabhängiger Prüfer? Das Autohaus selbst? Oder ein Ausdruck aus einer App? Das macht einen großen Unterschied.
Lassen Sie sich das vollständige PDF geben, keinen Screenshot und kein Foto einer einzelnen Seite. Auf der zweiten Seite steht oft das Interessante, zum Beispiel das Zellbild.
Und wenn eine Garantie dabei ist: Prüfen Sie, wie lange sie noch läuft. Sie beginnt mit der ersten Messung und wird beim Verkauf nicht neu gestartet. Zwölf Monate minus die Zeit beim Vorbesitzer, genauso bei den 20.000 Kilometern.
Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, lassen Sie neu messen. Bei einem Auto für 25.000 Euro sind 129 Euro für eine zweite Meinung gut angelegt.
Bei mir 129 Euro, inklusive Anfahrt bis zehn Kilometer Fahrstrecke ab meinem Standort in Salzgitter-Bad. Darüber 30 € bis 20 km, 60 € bis 30 km und 100 € bis 50 km mehr.
Die Messung dauert etwa drei Minuten, das PDF kommt direkt danach. Wir gehen es gemeinsam durch, bevor ich wieder fahre.
Ja, bei den meisten Plug-in-Hybriden. Die Batterie-Garantie gibt es dafür allerdings nicht, nur für reine Elektroautos.
Jemand muss mir das Auto aufschließen und die Zündung einschalten lassen. Ob das der Verkäufer ist oder Sie mit Schlüssel, ist egal.
Ein Ablaufdatum gibt es nicht, es ist eine Momentaufnahme. Für einen Kauf würde ich aber nichts nehmen, was älter als ein paar Monate ist. Die Garantie läuft zwölf Monate ab der Messung.
Ja. Ich bin weder Händler noch Werkstatt und verkaufe keine Autos. Das Ergebnis ist mir egal, es muss nur stimmen.
Es ist eine nachvollziehbare technische Messung. Für Gerichtsverfahren ist aber meist der ausführliche Test mit Entladefahrt vorgesehen. Den kann ich auf Anfrage machen.
Ja. Die Garantie gibt es auch für Autos im eigenen Fuhrpark, solange die Firma Eigentümerin ist und die Autos nicht als Taxi, Mietwagen oder Lieferfahrzeug im Dauereinsatz laufen. Mehrere Autos an einem Standort messe ich in einem Termin.
Es gibt Testboxen für den ausführlichen Test, die man sich schicken lässt und mit denen man den Akku selbst leer fährt. Das dauert entsprechend. Die Schnellmessung vor Ort mit Garantie machen nur lizenzierte Partner.
Dann wissen Sie es wenigstens vor dem Kauf. Ich erkläre Ihnen, was der Wert bedeutet und ob ein einzelnes Modul dahintersteckt, das sich tauschen ließe. Die Reparatur selbst gehört in eine Fachwerkstatt.
Zu Hause, beim Verkäufer oder beim Händler. Laden und fahren müssen Sie vorher nicht. Telefonisch erreichbar täglich 08:00–20:00 Uhr, Termin ab vier Stunden Vorlauf.
Telefonisch erreichbar täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr. Am schnellsten geht es mit Fotos per WhatsApp oder einem kurzen Anruf.
0176 5601 7581
Täglich 08:00-20:00 Uhr
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