Welcher Akku in Ihrem Model Y steckt, wie gut er altert und worauf Sie beim Gebrauchten achten sollten.
Beim Model Y ist die Frage schwieriger als bei den meisten Autos. Tesla hat je nach Werk, Jahr und Ausstattung Akkus von mindestens vier Zellherstellern eingebaut.
Grob gibt es zwei Gruppen. Die Modelle mit Hinterradantrieb in der Grundausstattung fahren mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Die Varianten Maximale Reichweite und Performance haben nickelhaltige Zellen, die mehr Energie auf gleichem Raum speichern.
Innerhalb der LFP-Gruppe kommt es auf das Werk an. Die ersten Model Y mit Hinterradantrieb kamen ab Sommer 2022 aus Shanghai, mit Zellen von CATL. Seit Mai 2023 baut Tesla die Grundversion auch in Grünheide bei Berlin, dort zunächst mit der sogenannten Blade-Batterie von BYD, ab Ende 2023 teilweise auch mit CATL. Bei den Allrad- und Performance-Modellen stammen die Zellen in der Regel von LG. Seit 2026 setzt Tesla in einer Variante mit Hinterradantrieb aus Grünheide außerdem eigene Rundzellen ein (Angaben nach teslawissen.ch, Stand 10/2026).
Ob LFP oder nicht, zeigt das Auto selbst. Öffnen Sie die Ladeeinstellungen und schauen Sie auf den Regler für das Ladelimit. Stehen dort die Marken 50 % und 100 %, ist es ein LFP-Akku. Stehen dort „Täglich“ und „Reise“, sind es nickelhaltige Zellen.
Ob ein LFP-Akku von BYD oder CATL kommt, sehen Sie im normalen Menü dagegen nicht. Einen Hinweis geben Werk und Baujahr: Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer beginnt bei Autos aus Shanghai mit LRW, bei Autos aus Grünheide mit XP7. Sicher wissen Sie es nach der Messung, denn im Batteriezertifikat stehen Akkugröße und Zellhersteller.
Vereinfacht. Tesla hat innerhalb der Varianten immer wieder nachgebessert, die Energieangaben schwanken je nach Quelle um ein paar Kilowattstunden.
| Variante | Zellchemie | Zellen von | Energie etwa |
|---|---|---|---|
| Hinterradantrieb aus Shanghai, ab 2022 | LFP | CATL | 60 kWh |
| Hinterradantrieb aus Grünheide, ab 2023 | LFP | BYD, ab Ende 2023 auch CATL | 60 kWh |
| Hinterradantrieb ab Modellpflege 2025 | LFP | CATL | 60 bis 65 kWh |
| Maximale Reichweite, Performance | nickelhaltig | meist LG | 75 bis 84 kWh |
| Premium Hinterradantrieb aus Grünheide, ab 2026 | nickelhaltig | Tesla (eigene Rundzellen) | rund 74 kWh nutzbar |
Quellen: teslawissen.ch, Modellpflege-Timeline des Model Y; Fahrzeugliste von AVILOO (Energieangaben 55 bis 84,2 kWh); Stand 10/2026. Die Angabe für 2026 ist eine Schätzung aus der Typgenehmigung.
Für das Model Y gibt es inzwischen belastbare Zahlen. AVILOO hat für seinen Batterie-Report 2026 mehr als 500.000 Messungen ausgewertet. Ein Model Y mit 78,8-kWh-Akku lag danach bei 50.000 Kilometern im Mittel bei 94,5 Prozent und bei 150.000 Kilometern bei 90,3 Prozent (wiedergegeben unter anderem von AUTO BILD und InsideEVs).
Spannender als der Mittelwert ist die Streuung. Bei 150.000 Kilometern lag das schlechteste gemessene Model Y bei 82,9 Prozent, das beste bei 94,9. Zwischen zwei Autos mit gleichem Kilometerstand können also elf Prozentpunkte liegen. Bei einem Akku mit 75 kWh nutzbarer Energie sind das gut acht Kilowattstunden, also grob 40 bis 50 Kilometer Reichweite.
Einen Einzelfall hat der ADAC dokumentiert. Sein Model Y mit Allradantrieb, seit Herbst 2022 im Fuhrpark, kam bei 100.000 Kilometern auf 91 bis 92 Prozent und bei 140.000 Kilometern auf 86 Prozent (ADAC, Juli 2026). Die Spitzenladeleistung am Schnelllader sank im selben Zeitraum von 257 auf knapp über 200 kW.
Das liegt etwas unter dem Mittel von AVILOO und zeigt genau, worum es geht: Der Durchschnitt sagt nichts über Ihr Auto. Ob ein Model Y bei 140.000 Kilometern 86 oder 92 Prozent hat, sieht man von außen nicht, und es macht beim Preis einen Unterschied.
Ein eigenes Beispiel vom Schwestermodell: Ein Model 3 mit LFP-Akku und 127.681 Kilometern hatte bei meiner Messung 90,7 Prozent. Alle Werte stehen auf der Seite Tesla Model 3: Akku prüfen.
Für Akku und Antriebseinheit gelten beim Model Y dieselben Regeln wie beim Model 3: acht Jahre und je nach Variante 160.000 Kilometer (Hinterradantrieb) oder 192.000 Kilometer (Maximale Reichweite, Performance), jeweils mit mindestens 70 Prozent Kapazität. Verbindlich ist das Garantieheft des Fahrzeugs (Stand der Angaben 10/2026).
Weil das Model Y erst seit 2021 in Europa ausgeliefert wird, ist die Zeitgrenze bei keinem Auto abgelaufen. Bei hoher Laufleistung kann aber die Kilometergrenze erreicht sein, und dann trägt der Käufer das Risiko allein. Schauen Sie deshalb neben dem Baujahr immer auf den Tacho.
Die 70 Prozent sind außerdem weit weg. Ein Akku, der bei 150.000 Kilometern bei 85 Prozent steht, ist schwächer als der Durchschnitt, aber noch lange kein Garantiefall. Genau in diesem Bereich entscheidet die Messung darüber, ob der Preis passt.
Bei der Messung kann eine eigene Garantie dazukommen. Fällt der Akku innerhalb von zwölf Monaten oder 20.000 Kilometern unter einen für das Auto berechneten Grenzwert, zahlt AVILOO den Festbetrag aus dem Zertifikat, derzeit 3.000 Euro. Voraussetzung: Das Auto gehört Ihnen, es ist nicht geleast, und es wurde nicht als Taxi, Mietwagen oder für Fahrdienste genutzt. Die Bedingungen im Einzelnen stehen auf der Seite E-Auto-Akku prüfen.
Beim Akku steht das Model Y gut da. Bei der Hauptuntersuchung nicht. Im TÜV-Report 2026 hatten 17,3 Prozent der zwei bis drei Jahre alten Model Y erhebliche Mängel. Das war der letzte Platz von 110 Modellen in dieser Altersklasse (TÜV-Verband, November 2025).
Beanstandet wurden vor allem drei Bereiche: die Achsaufhängung, die Bremsscheiben und die Beleuchtung. Dazu passt der ADAC-Dauertest. Dort wurden bei gut 78.000 Kilometern die vorderen Querlenker und die hinteren Radträger getauscht, noch auf Garantie.
Achten Sie bei der Probefahrt auf Knarzen, Klopfen oder Quietschen beim Lenken und über Bodenwellen. Werfen Sie einen Blick durch die Felgen auf die Bremsscheiben: Weil Elektroautos meist über den Motor bremsen, rosten die Scheiben gern, besonders hinten. Lassen Sie alle Leuchten einmal einschalten, auch Bremslicht und Blinker.
Schauen Sie auf die Windschutzscheibe. Im ADAC-Dauertest musste sie in 140.000 Kilometern mehrmals ersetzt werden. Ein Steinschlag im Sichtfeld ist bei der Hauptuntersuchung ebenfalls ein Thema.
Wie bei jedem Tesla gilt außerdem: Das Auto muss aus dem Tesla-Konto des Verkäufers entfernt werden, bevor Sie es übernehmen. Was sonst bei jedem gebrauchten Elektroauto zählt, steht in der Checkliste E-Auto gebraucht kaufen.
Beim Model Y mit LFP-Akku empfiehlt Tesla, das Ladelimit bei 100 Prozent zu lassen und mindestens einmal pro Woche voll zu laden. Der Grund ist die Anzeige: Die Spannung von LFP-Zellen verläuft über weite Strecken flach, das Batteriemanagement braucht den vollen Akku als Bezugspunkt, sonst wird die Restreichweite ungenau.
Bei den nickelhaltigen Akkus der Allrad- und Performance-Modelle gilt das Gegenteil. Dort empfiehlt Tesla, im Alltag unter 100 Prozent zu bleiben und nur vor langen Fahrten voll zu laden.
In beiden Fällen gilt: nicht wochenlang voll geladen stehen lassen. Die AVILOO-Garantie schließt Fälle aus, in denen der Akku länger als 30 Tage am Stück über 95 Prozent oder unter 5 Prozent stand. Wer täglich fährt, kommt damit nicht in Konflikt, wer drei Wochen in den Urlaub fliegt, stellt das Ladelimit vorher herunter.
Ein Halt am Schnelllader während der Probefahrt ist sinnvoll. Lädt das Auto bei niedrigem Ladestand deutlich langsamer als erwartet, ist das ein Grund nachzufragen. Einen Messwert für den Akku ersetzt das nicht: Die Ladeleistung hängt auch von Temperatur, Ladestand und Säule ab.
Tesla veröffentlicht keine Preisliste für Ersatzakkus. Ratgeberseiten nennen für einen Tausch beim Model Y Beträge zwischen rund 10.500 und 17.600 Euro, je nach Variante und ob ein neuer oder ein aufbereiteter Akku eingebaut wird (Stand 10/2026). Verbindlich ist nur ein Angebot von Tesla zur Fahrgestellnummer.
Bei den Model Y mit Hinterradantrieb aus Grünheide ist der Akku als tragendes Bauteil ausgeführt, er ist Teil der Struktur. Wie aufwendig eine Reparatur dort ist, kann nur Tesla beurteilen.
Für Käufer ist das ohnehin eher Theorie. Solange die Herstellergarantie läuft und der Akku nicht defekt ist, zahlt niemand für einen neuen. Was zählt, ist der Zustand des vorhandenen Akkus, denn der bestimmt Reichweite und Wiederverkauf. Allgemeine Zahlen zu Tauschkosten stehen auf der Seite Akku-Kosten und Lebensdauer.
Der AVILOO FLASH Test unterstützt die meisten Model Y, die in Deutschland unterwegs sind. In der Fahrzeugliste von AVILOO stehen Hinterradantrieb, Maximale Reichweite und Performance, jeweils auch nach der Modellpflege 2025, mit Akkus von 55 bis 84,2 kWh (aviloo.com, Stand 10/2026).
Einzelne sehr neue Varianten führt AVILOO bisher nur für den aufwendigeren Premium-Test in einer frühen Testphase. Bei einem Model Y ab Baujahr 2025 kläre ich deshalb vor dem Termin, ob der Schnelltest für Ihr Auto schon freigegeben ist. Das kostet Sie nichts.
Die Messung selbst dauert wenige Minuten. Das Auto muss nicht bewegt werden, der Ladestand ist egal, und die Temperatur muss über minus zehn Grad liegen. Den Gesundheitszustand sehen Sie sofort, das Zertifikat kommt per E-Mail.
Tesla bietet inzwischen einen eigenen Batterietest an, den auch der ADAC in seinem Dauertest genutzt hat. Das ist für Besitzer praktisch. Für Kauf oder Verkauf hat ein Zertifikat von einem unabhängigen Prüfer aber mehr Gewicht, weil es nicht vom Auto selbst stammt und Datum, Kilometerstand und Fahrgestellnummer festhält.
Auf dem Gebrauchtmarkt stehen viele Model Y nebeneinander, oft mit ähnlichem Baujahr und ähnlicher Laufleistung. Wer verkauft, braucht einen Grund, warum ein Käufer gerade sein Auto nehmen soll. Ein aktuelles Batteriezertifikat ist so ein Grund. Es zeigt schwarz auf weiß, wie es um den Akku steht, mit Datum und Kilometerstand.
Liegt der Wert über dem Mittel für den Kilometerstand, können Sie das in der Anzeige nennen. Bei 150.000 Kilometern wären das nach den AVILOO-Zahlen alles über 90 Prozent. Die Garantie aus dem Zertifikat geht beim Verkauf außerdem auf den Käufer über, die Laufzeit bleibt.
Bei einem Leasingauto gibt es keine AVILOO-Garantie, weil Ihnen das Auto nicht gehört. Die Messung kann trotzdem sinnvoll sein: Sie wissen vor der Rückgabe, wie der Akku dasteht, und haben einen datierten Nachweis in der Hand, falls es später Fragen gibt. Wer vor der Rückgabe auch den Rest des Autos prüfen lassen will, findet das beim Leasing-Vorabcheck.
Wer ein gebrauchtes Model Y sucht, steht meist vor dieser Frage. Aus Sicht des Akkus spricht für beide Varianten etwas.
Der Hinterradantrieb mit LFP-Akku ist im Alltag unkompliziert. Sie dürfen jeden Tag voll laden und haben damit die ganze Reichweite zur Verfügung. LFP-Zellen gelten als sehr zyklenfest. Dafür ist der Akku kleiner, und im Winter geht spürbar mehr Reichweite verloren als bei nickelhaltigen Zellen.
Maximale Reichweite und Performance haben den größeren Akku und Allradantrieb. Für Vielfahrer ist außerdem die längere Herstellergarantie interessant: 192.000 statt 160.000 Kilometer. Im Alltag sollten Sie den Akku aber nicht dauerhaft auf 100 Prozent halten.
Ein Rechenbeispiel zeigt, warum der Gesundheitszustand bei beiden zählt: Ein Akku mit 60 kWh und 90 Prozent hat noch rund 54 kWh, einer mit 78 kWh und 85 Prozent rund 66 kWh. Der größere Akku bleibt vorn, auch wenn er stärker gealtert ist. Zwei Autos derselben Variante mit 85 und 92 Prozent unterscheiden sich dagegen um gut fünf Kilowattstunden, und das ist bares Geld beim Preis.
Online buchen, Anlass „Akku-Test“. Ich komme zu Ihnen, zum Verkäufer oder zum Händler.
Das Auto steht, ist entsperrt und wach. Ladestand egal, Ladekabel nicht nötig, über minus zehn Grad.
Messgerät anschließen, das Auto bleibt stehen. Die Messung dauert wenige Minuten.
Den Gesundheitszustand sehen Sie sofort. Das Zertifikat kommt per E-Mail, bei berechtigten Autos mit Garantie.
Ein Festpreis für den Akku-Test. Sie buchen nur die Messung, nichts sonst.
129 €
Nur der Akku, kein Gesamtcheck nötig: Messung vor Ort in wenigen Minuten, Zertifikat als PDF, Besprechung des Ergebnisses. Bei berechtigten Elektroautos mit Batterie-Garantie.
Endpreis inklusive 19 % Umsatzsteuer. Anfahrt bis 10 km Fahrstrecke ab meinem Standort in Salzgitter-Bad inklusive, weiter weg +30 € bis 20 km, +60 € bis 30 km, +100 € bis 50 km. Mehrere Autos am selben Ort: Anfahrt nur einmal.
Mit Hinterradantrieb in der Grundausstattung ein LFP-Akku von CATL oder BYD, bei Maximaler Reichweite und Performance meist nickelhaltige Zellen von LG. Zeigt der Regler fürs Ladelimit 50 % und 100 %, ist es LFP.
Im normalen Menü gar nicht. Ein Hinweis ist ein Model Y mit Hinterradantrieb aus Grünheide ab Mai 2023 (Fahrgestellnummer beginnt mit XP7). Sicher steht der Zellhersteller im Batteriezertifikat.
Je nach Variante rund 60 kWh beim Hinterradantrieb und 75 bis 84 kWh bei Maximaler Reichweite und Performance. Die genauen Werte hängen von Werk und Baujahr ab.
Nach dem Batterie-Report von AVILOO lag ein Model Y mit 78,8 kWh bei 150.000 Kilometern im Mittel bei 90,3 Prozent. Einzelne Autos lagen zwischen 82,9 und 94,9 Prozent.
Acht Jahre und 160.000 Kilometer beim Hinterradantrieb, 192.000 Kilometer bei Maximaler Reichweite und Performance, jeweils mit mindestens 70 Prozent Kapazität. Verbindlich ist das Garantieheft.
Ja, Tesla empfiehlt das sogar mindestens einmal pro Woche. Nur wochenlang voll geladen stehen lassen sollten Sie das Auto nicht.
Eine offizielle Preisliste gibt es nicht. Ratgeberseiten nennen rund 10.500 bis 17.600 Euro (Stand 10/2026). Solange die Garantie läuft, betrifft Sie das nur bei einem Defekt.
Im TÜV-Report 2026 hatten 17,3 Prozent der zwei bis drei Jahre alten Model Y erhebliche Mängel, vor allem an Achsaufhängung, Bremsscheiben und Beleuchtung. Mit dem Akku hat das nichts zu tun.
Die meisten ja, auch nach der Modellpflege 2025. Einzelne sehr neue Varianten laufen bei AVILOO noch in einer Testphase. Das kläre ich vor dem Termin.
Nein. Den Akku-Test gibt es einzeln für 129 Euro mit Zertifikat. Ich messe nur den Akku, sonst nichts.
Wenn das Auto Ihnen gehört, nicht geleast ist und nicht als Taxi oder für Fahrdienste lief, in der Regel ja. AVILOO prüft das vor der Ausstellung.
Ja. Ich komme zum privaten Verkäufer oder zum Händler, auch abends und am Wochenende. Der Verkäufer muss nur zustimmen und das Auto entsperren.
Vor Ihrer Haustür, beim Verkäufer oder beim Händler. Auch abends und am Wochenende, Termin ab vier Stunden Vorlauf. Erreichbar täglich 08:00–20:00 Uhr.
Telefonisch erreichbar täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr. Am schnellsten geht es mit Fotos per WhatsApp oder einem kurzen Anruf.
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